Ich finde langsam gefallen an den ganzen „Zuletzt gespielt/gelesen-Sammeleindrücken“. Dann muss ich nämlich nicht zu jedem Spiel oder Film eine Doktorarbeit schreiben, auch wenn es einige Titel verdient hätten. So auch ein paar der hier vorgestellten, die ich die letzten anderthalb Wochen neu bekommen habe.
Den Anfang machen drei japanische PS2-Spiele. Seit zwei Monaten habe ich endlich eine japanische PS2. War ein echtes Schnäppchen. Da tut sich eine ganz neue, riesige Welt auf. Was alles für Perlen hier nicht erschienen sind, geht auf keine Kuhhaut. Doch damit ist jetzt Schluss.
Berserk: Millennium Falcon Hen Seima Senki no Shō (PS2)
Der Nachfolger zum Berserk-Spiel für Dreamcast. Diesen habe ich, in Vorbereitung auf den zweiten Teil, letztens noch einmal gespielt. In meinem Herzen wird es immer ein gutes Spiel bleiben, doch objektiv betrachtet, kann man das heute eigentlich nicht mehr spielen. In dem Genre ist zuviel passiert, es wurden zuviele Standards gesetzt. Wie auch immer, der zweite Teil ist eine Wucht. Rundum verbessert. So etwas findet man selten in einem direkten Nachfolger. Es gibt wirklich nichts, was ich schlechter gegenüber dem ersten Teil finde. Na gut, es gibt keine coole englische Sprachausgabe mehr (Michael Bell FTW!), aber da kann das Spiel ja nichts für. Es macht einfach Spaß sich mit Götz (ja, ich nennen ihn so, denn der Held basiert auf dem deutschen Ritter Götz von Berlichingen) durch die Horden von Dämonen zu kämpfen und dabei literweise Blut zu versprühen. Bessere Steuerung, bessere Kontrolle, Auflevel-System, größere Stages … hach ist das ein geiler Nachfolger. Sicher, die heutigen Standards erfüllt das Spiel auch eher unzureichend (man kann z.B. nur Bosse anvisieren), aber hey, das Ding ist von 2004.
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Transformers (PS2)
Nein nein, hier meine ich nicht den 3rd Person-Shooter von 2004, der auf Armada basiert (und ebenfalls eine kleine Perle ist), sondern ein exklusives Transformers-Spiel, das nur in Japan herauskam. Großer Pluspunkt: Hier regiert das G1-Setting. Dazu gibt es unglaublich viele Charaktere. Die meisten muss man erst erspielen, aber irgendwie muss man ja belohnt werden, wenn man diesen Schund spielt. Ja Schund, denn eigentlich ist das Spiel purer Trash. Von vorne bis hinten. Die Technik ist antiquiert (egal welche Aspekte), das Gameplay, die Steuerung etc. bockig, ungemütlich und mies und die englische Sprachausgabe (die die einzige Sprachausgabe ist, es gibt keine Japanische) ein großer Witz. Denn hier hört man nicht Peter Cullen und Co., sondern englische „Sprecher“ die in Japan wohnen. So. z.B. Robert Belgrade (zugegeben: eine saucoole Stimme, sprach u.a. Alucard in der ersten SotN-Vertonung). Was ist das Spiel nun? Ein Brawler. Ein „Durchlaufprügler“ in 3D. Klingt gut, ja, aber wie gesagt, die Ausführung ist katastrophal. Ich find’s dennoch irgendwie cool. 
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Hokuto no Ken: Shinpan no Sōsōsei Kengō Retsuden (PS2)
„Was?! Es kommt ein Hokuto no Ken (Fist of the Northstar) Beat ‘em Up in die Spielhalle?! Hoffentlich wird das auf Heimkonsole umgesetzt!“ Ja, das wurde es. Und zwar 2007 für die PS2. Leider blieb es nur in Japan. Das Spiel ist eigentlich Guilty Gear mit Hokuto no Ken-Charakteren. Es sieht aus wie GG („High Res“-Sprites und recht mickrige Animationen), es klingt so (Rock-Musik, cooler Ansager) und es spielt sich so (Combo-Gewitter, Destroyer-Moves). Kein Wunder, denn hier steckte auch das selbe Studio hinter (Arc System Works). Guilty Gear und Konsorten (z.B. BlazBlue) waren nie mein Ding. So auch Hokuto no Ken. Allerdings ist es ja schon ein gutes Spiel und es punktet halt durch die Lizenz. Für ein paar nette Prügeleien zwischendurch reicht es mir und die Aufmachung ist einfach sehr, sehr cool.
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X-Men (PSN)
Eins meiner „Mythos-Spiele“ aus der Kindheit. In einer niederländischen Spielhalle stand ein riesiges 6-Player-Cabinet von X-MEN. Man konnte mit sechs Leuten gleichzeitig durch die Pampa ziehen und Sentinels verprügeln. Jaja, wieder ein „Durchlaufprügler“. Sehr simpel, sehr unfair (Münzfresser halt), aber ich scheiß drauf, ich liebe das Spiel.
Das Ganze gibt es jetzt als Download im PSN (vorerst nur US-Store) und Xbox-Live Arcade. Die Umsetzung ist einfach super. Man kann wählen zwischen 4- oder 6-Player-Cabinet (Letzteres im Widescreen-Bildformat), japanisches oder amerikanisches Rom. Die japanische Version ist besser ausbalanciert und spielbarer (heißt: nicht mehr so unfair, da u.a. das „Mutant-Power“-System besser und sinniger gelöst ist). Außerdem 4-Spieler offline, bis zu 6-Spieler online und es gibt noch diverse andere Einstellungsmöglichkeiten.
Also, wer die coolen Konami-Brawler aus den 90ern mag (u.a. die beiden Turles-Spiele und Simpsons) und 10€ übrig hat, soll zuschlagen.
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